Fatigue – eine besondere Form der Erschöpfung bei medikamentösen Therapien

Erschöpfte Frau sitzt morgens im Bett und hält sich den Kopf – Symbolbild für Fatigue und chronische Müdigkeit

Fatigue äußert sich häufig durch anhaltende körperliche und mentale Erschöpfung, die selbst nach ausreichend Schlaf bestehen bleibt. (Foto:Stock-Asso / Shutterstock.com)

Anhaltende Erschöpfung kann verunsichern und den Alltag stark belasten. Dieser Artikel erklärt, warum Fatigue mehr ist als normale Müdigkeit, welche körperlichen und seelischen Faktoren eine Rolle spielen und wie eine ganzheitliche Betrachtung helfen kann, Schritt für Schritt wieder zu mehr Energie und Lebensqualität zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Was genau bedeutet Fatigue?

Fatigue beschreibt eine tiefe, anhaltende Müdigkeit. Sie geht deutlich über normale Erschöpfung hinaus. Selbst nach ausreichend Schlaf und Ruhe tritt häufig keine vollständige körperliche Erholung ein.

Die Müdigkeit zeigt sich oft verzögert und nicht unmittelbar nach körperlicher oder geistiger Belastung. Manchmal verstärken bereits kleine Tätigkeiten wie Lesen, Einkaufen oder Hausarbeit die Erschöpfung spürbar.

Fatigue betrifft neben dem Körper auch Aufmerksamkeit, Motivation sowie emotionale Stabilität im Alltag. Sie kann im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen oder deren medizinischer Behandlung auftreten.

Viele Betroffene können diese besondere Form der Erschöpfung anfangs nur schwer einordnen.

Denn sie unterscheidet sich deutlich von gewöhnlicher Müdigkeit nach Anstrengung oder Schlafmangel.

Körperliche Ursachen: Warum die Energie fehlt

Fatigue entsteht meist durch das Zusammenwirken verschiedener Faktoren. Erkrankung und Therapie können den Körper stark beanspruchen und den Energiehaushalt beeinflussen.

Mögliche Ursachen sind Veränderungen im Blutbild, Entzündungsprozesse, hormonelle Umstellungen oder Schlafstörungen. Auch Stoffwechselveränderungen sowie ein veränderter Mineralstoffhaushalt können zur verminderten Belastbarkeit beitragen.

Zusätzlich kann die seelische Belastung im Krankheitsverlauf die Erschöpfung verstärken. Häufig wirken mehrere dieser Faktoren gleichzeitig zusammen.

Wie die Traditionelle Chinesische Medizin Fatigue versteht

In der traditionellen chinesischen Medizin wird chronische Erschöpfung als vielschichtiges Geschehen betrachtet. Häufig wird sie mit einem Mangel an Qi und Blut in Verbindung gebracht. Hierbei betroffen sind vor allem die Funktionskreise von Milz, Niere und Leber.

Milz und Magen wandeln Nahrung und Flüssigkeiten in Energie und Blut um. Ist diese Funktion geschwächt, steht weniger Energie zur Verfügung. Das kann Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit und Konzentrationsprobleme verursachen.

Die Niere gilt als Speicher der Essenz und unterstützt Regeneration und Vitalität. Besonders nach langwierigen Erkrankungen oder belastenden Therapien.

Die Leber spielt eine Rolle bei der Regulation von Emotionen. Sorgen, Stress oder Anspannung können den Energiefluss blockieren und die Erschöpfung verstärken.

Fatigue entsteht nach TCM also häufig durch eine Kombination von Energiemangel, eingeschränkter Regeneration und emotionalen Belastungen.

Dieses Modell ergänzt die medizinische Sichtweise, ersetzt sie aber nicht.

Wege zu mehr Energie im Alltag

Wenn Sie sich nach einer belastenden Erkrankung oder Therapie wie z.B. einer Chemotherapie häufig erschöpft fühlen, kann ein Blick auf die Ursachen hilfreich sein. In einem unverbindlichen Erstgespräch besprechen wir gemeinsam Ihre Situation.

Wir überlegen zusammen, welche Maßnahmen Ihren Alltag unterstützen können.

Vereinbaren Sie gern einen Termin für ein 15-minütiges Erstgespräch. Ich freue mich darauf, Sie zu begleiten.

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